(kein Titel)

Zucker - der süße Verführer

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Neuauflage 2004, 176 Seiten. Paperback. VAK Verlag, Kirchzarten. ISBN 3-935767-37-4.

Immer mehr Ernährungswissenschaftler und Ärzte weisen darauf hin: Zucker bedroht unsere Gesundheit.

Zucker ist eher eine Droge als ein Nahrungsmittel, denn er enthält keinen einzigen lebenswichtigen Nährstoff. Im Gegenteil, Zucker entzieht dem Körper wertvolle Vitamine und Mineralstoffe. Herzerkrankungen, Diabetes, Depressionen, Karies sind nur einige der Krankheiten, die in direktem Zusammenhang mit Zuckerkonsum stehen. Ein Zuviel an Zucker hat zwei Hauptwirkungen: es macht dick und es macht krank.

Die Rede ist von raffiniertem Zucker, hergestellt durch vielfältige chemische Prozesse aus dem Saft des Zuckerrohrs oder der Zuckerrübe, wobei über 90 % der natürlichen Stoffe der Pflanze entfernt werden. Die so gewonnene süße Droge ist in unserer Zeit zum Gesundheitsproblem Nummer 1 geworden, denn der Zuckerkonsum ist in den Jahren des Wohlstandes drastisch angestiegen.

44 Kilo Zucker nimmt der durchschnittliche Verbraucher jährlich zu sich. Das entspricht einer täglichen Menge von 120 Gramm. Kinder essen jährlich das zwei- bis vierfache ihres Eigengewichtes an Zucker. Dabei ist der Zucker, den man in den Kaffee rührt oder mit dem man Kuchen backt, nur ein geringer Teil des Zuckers, den man wirklich zu sich nimmt. 76% des konsumierten Zuckers stammen aus vorbereiteten und abgepackten Lebensmitteln und Getränken, oft ohne dass es der Verbraucher bemerkt. Von den ca. 11,000 angebotenen Nahrungsmitteln sind nur sehr wenige frei von Zucker, denn die Industrie hat erkannt, dass Zucker das Produkt besser verkauft. Vom Fertiggericht zum Hustenbonbon, vom Tomatenketchup zum Frühstücksmüsli – der Zuckeranteil ist oft erschreckend hoch, und wird von der Industrie oft durch geschickte Umschreibungen in der Zutatenliste verschleiert. So kauft auch der Verbraucher, der seinen Zuckerkonsum einschränken möchte, gegen seine Absicht immer mehr Zucker.

Die Zuckerindustrie hält in groß angelegten Werbekampagnen dagegen, Zucker sei ein lebenswichtiger Energiespender. Der Irrtum, Zucker sei gesund und heilsam, ist nach wie vor in großen Teilen der Bevölkerung verankert. Doch diese gut klingenden Versprechungen sind so leer wie die Kalorien, die Zucker dem Körper zuführt. Trotzdem gehört zum Beispiel die “süße Zwischenmahlzeit” überall in Büros und Schulen zum ungesunden Alltag und wird von Herstellern mit entsprechendem Aufwand beworben. Verfolgen wir ruhig einmal den Weg einer solchen Zuckerbombe “zwischendurch”.
Ein Stück Schokoladenkuchen. Ist es aufgegessen, so sind etwa sieben Teelöffel raffinierter Zucker in den Körper gelangt. Im gesamten Blutkreislauf des Menschen aber sind vergleichsweise nur zwei Teelöffel Zucker enthalten. Glukose, der Zucker im Blut, ist tatsächlich die Energiequelle für jede Zelle im menschlichen Organismus. Jede Gehirnfunktion, jede Bewegung des Menschen benötigt diese Glukose. Wichtig für einen normalen Ablauf der körperlichen Funktionen jedoch ist eine gleichmäßige und konstante Menge dieser Glukose im Blutkreislauf. Diese erforderliche Menge von zwei Teelöffeln wird vom Körper aus normalen ungesüßten Lebensmitteln bezogen. Alles was diese Menge übersteigt, stellt für den Körper eine unnötige Belastung dar. Wenn die Zuckerbombe des Schokoladenkuchens also im Körper explodiert, schlägt der Organismus Alarm. Damit der Zucker überhaupt verdaut werden kann, muss der Körper wichtige Mineralstoffe und Vitamine opfern. Zucker, als tote oder für den Körper wertlose Nahrung gibt dem Organismus dafür nur leere, dickmachende Kalorien zurück. (Beim Schokoladenkuchen sind es etwa 250.) Nun aber muss das Zuviel an Glukose im Blut ausgeglichen werden. Die Bauchspeicheldrüse produziert zu diesem Zweck das Hormon Insulin. Der starke Reiz der Zuckerbombe führt dazu, dass der Körper als Notreaktion zu viel Insulin produziert. Der Blutzuckerspiegel pendelt sich also nicht auf dem Normalwert ein, sondern fällt weiter ab. Das bedeutet, dass den Muskeln, dem Gehirn, den lebenswichtigen Organen und Gewebezellen nicht genügend Glukose für ihre Funktionen zur Verfügung steht.

Die Zufuhr von Zucker über die Nahrung führt letztendlich also zu Blutunterzucker mit Symptomen wie Müdigkeit, Depression, Gereiztheit und Launenhaftigkeit und bei gewohnheitsmäßigem Zuckerkonsum zu ernsthaften organische Störungen.
Das Zuckerbuch behandelt weiter ausführlich das Thema Herstellung und Geschichte des Zuckers, die gesundheitlichen Auswirkungen, die süßen Ersatzstoffe und Süßstoffe, den glykämischen Index und gibt eine Liste von über 160 Nahrungsmitteln mit genauem Zuckergehalt vor. Das Standardwerk über Zucker, mit einem Vorwort von Dr. Bruker, das in keiner Bibliothek fehlen darf.